Stahlbetonstützen aus hochfestem Beton im Brandfall

Wie können Stahlbetonstützen aus hochfestem Beton für den Brandfall nachgewiesen werden?

Die Bemessungsverfahren nach EN 1992-1-2 gelten für Betone bis zur Festigkeitsklasse C90/105. Allerdings sind für hochfeste Betone ab einer Festigkeitsklasse C50/60 die zusätzlichen Regeln in Abschnitt 6 zu beachten. Der Hintergrund dieser zusätzlichen Regeln ist, dass das ungebundene Wasser bei hochfesten Betonen im Brandfall aufgrund des besonders dichten Gefüges nur schwer entweichen kann - es fehlen Kapillarporen. Somit baut sich ohne weitere Maßnahmen ein Dampfdruck auf, der zu explosiven Abplatzungen und zum Freilegen der Bewehrung im Brandfall führen kann. Insofern sind in EN 1992-1-2 weitere konstruktive Regeln für die Bewehrung hochfester Betone angegeben, wie z.B. ein verdichtetes Bewehrungsnetz oder die Zugabe von Polypropylenfasern, die im Brandfall schmelzen und zusätzliche Kapillarporen schaffen.

Grundsätzlich dürfen gemäß Abschnitt 6 in EN 1992-1-2 die vereinfachten Bemessungsverfahren auch für Stützen aus hochfestem Beton verwendet werden. Allerdings müssen dann die in den Bemessungstabellen angegebenen erforderlichen Querschnittsabmessungen mit einem Faktor erhöht werden. Dies konterkariert das Ansinnen, durch die Verwendung von hochfestem Beton die Querschnittsabmessungen der Stützen zu reduzieren.

Wie wir Ihnen helfen können

Um die Stützen aus hochfestem Beton möglichst kompakt bauen zu können, nutzen wir die sog. Heißbemessung. Selbstverständlich dürfen die Querschnittsabmessungen von Stützen aus hochfestem Beton nicht beliebig klein ausgeführt werden, da es ansonsten zu einer zu schnellen Durchwärmung des Querschnittes im Brandfall käme. Daher optimieren wir die Querschnittsabmessungen derart, dass die Stütze die für den Brandfall gerade notwendigen Querschnittsabmessungen einhält. Üblicherweise liegt der Heißbemessung dabei die Einheits-Temperaturzeitkurve (ETK) zugrunde.

Unsere Erstberatung für Ihr Vorhaben

Um Ihre konkrete Aufgabenstellung zu klären, rufen Sie uns am besten an. Oder Sie schicken uns eine E-Mail mit ein paar Eckdaten. Auf dieser Grundlage können wir die Rahmenbedingungen besprechen und Ihnen ein attraktives Angebot erstellen.