Hinweise zur Betondeckung der Bewehrung im Brandfall

Welche Betondeckung ist mindestens erforderlich?

Bei der Wahl der Betondeckung für bewehrte Bauteile aus Stahlbeton, wie z.B. Stahlbetonstützen oder Stahlbetonstützen haben Tragwerksplaner unterschiedliche Ziele vor Augen. Für beständige Konstruktionen muss eine ausreichende Betondeckung gewählt werden, damit die Bewehrung durch den umgebenden Beton vor Korrosion geschützt ist. Dies hängt wiederum von der jeweiligen Expositionsklasse des Bauteils ab. Auch aus der Sicht des konstruktiven Brandschutzes erscheint zunächst eine möglichst hohe Betondeckung vorteilhaft, weil der Beton eine geringe Wärmeleitfähigkeit aufweist (im Gegensatz zu Baustahl) und somit die Erwärmung und Entfestigung des Bewehrungsstahls verzögert. Andererseits verringert sich damit der innere Hebelarm der Bewehrung, so dass die Momententragfähigkeit der Stütze bei Raumtemperaturen reduziert wird, was aus statischer Sicht ungünstig ist.

Abbildung 1 verdeutlicht, dass die Wahl der Betondeckung daher immer nur einen Kompromiss zwischen diesen unterschiedlichen Zielen darstellen kann.

Anforderungen an die Betondeckung im Brandfall.
Abbildung 1: Anforderungen an die Betondeckung im Brandfall.

Wann stellt sich die Frage nach einer ausreichenden Betondeckung?

Bauteile, die nach den derzeit gültigen normativen Regeln bemessen werden, erfüllen natürlich in aller Regel die Anforderungen an eine ausreichende Betondeckung. Es sei denn, es kommt zu Fehlern in der Bauausführung, z.B. bei Stahlbetonstützen wird die erforderliche Betondeckung der Bewehrung nicht eingehalten.

Bei Bestandsbauwerken stellt sich jedoch häufig die Frage nach einer ausreichenden Betondeckung und tritt insbesondere bei Sanierungen auf. So wurden z.B. Geschossdecken zu Beginn des 20. Jahrhunderts oft mit ungeripptem Baustahl (Spanndrahtdecken) und aus heutiger Sicht zu geringer Betonüberdeckung ausgeführt. Zudem waren damals die Materialkosten in Relation zum Lohn deutlich höher, was dazu führte, dass die Bewehrung eher hoch ausgenutzt ist. Mit Hilfe einer Heißbemessung können wir Sanierungsmöglichkeiten für derartige Bauwerke aufzeigen.

Welche Betondeckung ist für den konstruktiven Brandschutz erforderlich?

Leider kann auch diese Frage nicht pauschal beantwortet werden. So beeinflussen z.B. die nachfolgenden Parameter die erforderliche Betondeckung einer brandbeanspruchten Stahlbetonstütze.

Wie wir Ihnen helfen können

Aus den oben angeführten Gründen hängt die optimale Betondeckung von den verschiedensten Einflüssen ab. Daher kann es wirtschaftlich interessant sein, eine genauere Untersuchung einer Stahlbetonstütze mit einer sog. Heißbemessung durchzuführen. Auch bei Ausführungsfehlern bei der Bewehrung können wir Ihnen weiterhelfen.

Wir ermitteln Ihnen den genauen Feuerwiderstand eines Bauteils. Dabei können günstige Faktoren berücksichtigt werden, die die Feuerwiderstandsdauer eines Bauteils erhöhen, z.B. die tatsächliche Lastausnutzung im außergewöhnlichen Lastfall "Brand", die Betonfeuchte und unter Umständen auch Naturbrandkurven. Somit können eventuell vorhandene Tragfähigkeitsreserven für den Brandfall ausgeschöpft werden.

Was sind Ihre Vorteile?

Unser vorrangiges Ziel ist es, eine teure bauliche Sanierung zu vermeiden. Wenn dies gelingt, können hohe Kosten eingespart werden.

Unsere Erstberatung für Ihr Vorhaben

Um Ihre konkrete Aufgabenstellung zu klären, rufen Sie uns am besten an. Oder Sie schicken uns eine E-Mail mit ein paar Eckdaten. Auf dieser Grundlage können wir die Rahmenbedingungen besprechen und Ihnen ein attraktives Angebot erstellen.